Märkte unter Druck
Anlässlich des bevorstehenden ÖVI Maklerdialogs haben wir uns die aktuellsten Zahlen zum Marktgeschehen angesehen. Der Schwerpunkt liegt wiederum beim Wohnen, sofern möglich nach den 5 größten Städten Österreichs differenziert betrachtet. Aber auch zum Gewerbe finden sich spannende Zahlen. Hier die wichtigsten take-aways bereits vorab:
Wohnmarkt:
- Die bevölkerungsinduzierte Nachfrage bleibt hoch.
- Weiterhin Zuzug v.a. in Wien und in den Agglomerationen („Speckgürtel“) erwartet.
- Wohnungsknappheit wie vor 10 Jahren ist wieder da.
- Deutliche Unterschiede je nach Stadt in der Wohnungsproduktion, beim Angebot und bei der Nachfrage, siehe Folien zum Download untenstehend.
- Auf den Plattformen ist zuerst am Mietmarkt, jetzt aber auch am Eigentumsmarkt die Verknappung des Angebots angekommen.
- Aufschwung bei Transaktionen ist deutlich da, vor allem am Sekundärmarkt.
- Die Bedeutung der Preissegmente hat sich komplett gedreht. Vor 2022 wurden vermehrt niedrigpreisige, heute vermehrt hochpreisige Immobilien von Privatpersonen erworben.
- Nach 2022 sind die verfügbaren Eigenmittel für den Kauf entscheidend.
- Preisrückgänge von privaten Anbietern sind in den letzten Jahren beträchtlich, insbesondere unter Berücksichtigung der Inflation.
- Aktuell dienen Wohnimmobilien wieder als Inflationsschutz.
Gewerbe:
- Attraktives Marktumfeld für Gewerbemakler.
- Aufgrund der Mietenindexierung wird eine Neuverhandlung auslaufender Mietverträge oder Standortwechsel empfohlen.
- Stationärer Retail von Onlinehandel wenig beeinflusst, stabiles Marktumfeld für Retail-Makler.
- Weiterhin schwieriges Finanzierungsumfeld für Bauträgerprojekte.
- Vertrauenskrise im Bauträgerwesen.
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Round-up:
- Wohnen: Miete unter Druck, Eigentum leistbarer, Angebotsverknappung absehbar da wie dort.
- Weitere Märkte unter Druck, insbesondere (gewerbliches) Bauträgerwesen (Büro, Retail relativ stabil)
- Sicherheit ist stark nachgefragt!
Hier die Folien zum Städtevergleich als sneak-preview zur Veranstaltung am 6. Mai: