Im Juni wurde seitens der Statistik Austria der alljährliche umfassende Band, „Wohnen 2025“, publiziert. Ansonsten klopft hinsichtlich spannender neuer Zahlen langsam das Sommerloch an: Hotel, Wasser, Kleingärten und Umfragen sind die Themen. - In der Pressekonferenz zum Thema „Wie wohnt Österreich?“ präsentierte die Statistik Austria eine Rundumschau mit vielen Zahlen rund ums Wohnen. Für uns hier im Newsletter nicht allzu viel Neues, abgesehen von den Ergebnissen aus der Mikrozensus-Wohnungserhebung sowie der EU-SILC-Befragung, insbesondere zu Wohnkosten. Demnach wären die gesamten Wohnkosten die letzten 10 Jahre um 35% gestiegen, der Anteil der Wohnkosten am Haushaltseinkommen blieb jedoch mit 15% konstant.
>> zur Presseaussendung „Wohnkosten innerhalb von 10 Jahren um ein Drittel gestiegen“ >> zur Präsentation „Wohnsituation und Wohnkosten 2025“ >> zum Band „Wohnen 2025“ - Ganz ohne mediale Begleitmusik wurden von der Statistik Austria auch die „neuesten“ Zahlen aus dem GWR Gebäude- und Wohnungsregister zum Wohnungsbestand veröffentlicht, allerdings reichen sie nur bis 2024. Demnach gibt es in Österreich 5.080.357 Wohnungen (+47.995), davon 4.127.860 mit Hauptwohnsitzmeldung (+21.505).
>> zur Homepage zum Wohnungsbestand - Zur Entwicklung der Mieten im 1. Quartal 2026 wurde von der Statistik Austria auf Basis der Mikrozensus-Wohnungserhebung eine eigene Presseaussendung erstellt. Gegenüber dem Vorquartal haben sie sich mit +1,1% auf durchschnittlich 10,5 Euro/m² und somit über der Inflation entwickelt, gegenüber dem Vorjahr ein Plus von satten 4,8%.
>> zur Presseaussendung „Mieten im 1. Quartal 2026 moderat gestiegen“ - Der GBV in Form von Gerald Kössl hat die Statistik zur Mietentwicklung aufgenommen und in vielen Details auf 16 Seiten sehr ausführlich und hochinteressant analysiert. Unbedingte Leseempfehlung! Fazit: „Während die Mieten im privaten beziehungsweise gewerblichen Segment deutlich stärker gestiegen sind als die allgemeine Inflation, entwickelten sich die Mieten im gemeinnützigen und kommunalen Wohnbau vergleichsweise stabil.“
>> zum Research Brief „Mietpreisentwicklung bis 2025 und regionale Unterschiede“ - Ein Blick nach Vorarlberg macht Engel&Völkers in seinem aktuellen Marktbericht auf Grundlage der Kaufvertragsdaten von ZT Datenforum. Online findet sich leider nur Werbung dafür (abgesehen von der Kennzahl +20% Transaktionen im Jahr 2025), der vollständige Bericht auf der Homepage stammt noch aus Mai 2025. Demnach wären die Wohnungspreise im Q2/2025 wieder auf 5.450 €/m² gestiegen.
>> zum Download (Dateneingabe erforderlich) - Für ganz Österreich wurden von Engel&Völkers Immobilien am Wasser betrachtet. Häuser in Zell am See würden zwischen 3 und 7 Mio gehandelt, am Bodensee liegt der Quadratmeterpreis von Wohnungen bei 7.000 bis 14.000 Euro. Sonst nicht viele Zahlen, eher eine Rundschau.
>> zur Presseaussendung „Immobilien am Wasser bleiben Österreichs wertstabilste und begehrteste Wohnadressen“ - Raiffeisen Immobilien beauftragt auch Meinungsforscher. Laut einer Gallup-Umfrage unter 1.000 Personen sehen 34 Prozent keine Erleichterung nach Ende der KIM-Verordnung im letzten Jahr nun zu einem Wohnkredit zu kommen, nur 18% finden es jetzt leichter.
>> zur Presseaussendung „Ein Jahr nach Ende der KIM-VO: Es gibt wieder Spielräume, aber Finanzierung bleibt zentral“ - CBRE legt nach dem Retailmarktbericht im Mai nun einen Hotelmarktbericht Wien nach. Mit rund € 550 Millionen Transaktionsvolumen war 2025 das drittbeste Hotelinvestmentjahr aller Zeiten – ein Plus von 57 % gegenüber dem Vorjahr.
>> zum Download - Claudia Aigner greift in ihrem Blogbeitrag für Sprengnetter das Hotelthema aus einem Marktbericht vom März von Christie‘s auf. Von den Big5 liegt Salzburg mit 3,04 Mio Nächtigungen auf Platz zwei hinter Wien mit 20,09 Mio Nächtigungen.
>> zur Blogpost Österreichs Stadthotellerie ist gut gebettet - Immobilienplattform Findmyhome hat seine Nutzerdaten ausgewertet, zu 74% Frauen.
>> zum Artikel „#FemaleShift: Warum die Zukunft der Immobiliensuche weiblicher wird„ im Onlinemagazin MYHOME.AT - Willhaben hat zur Erkundung vom Suchverhalten Marketagent mit einer Befragung von 1.500 Personen beauftragt: Eigentumswohnungen werden im Median mit 80 m², Mietwohnungen mit 70 m² gesucht. 70% setzen auf Immobilienportale als bevorzugte Informationsquelle, nur noch. Dann wird aber von 87% auf Willhaben gesucht, klarerweise.
>> zur OTS „Österreichs aktuelle Vorlieben bei der Immobiliensuche“ - Auch Immoscout kommt wieder mit einer Umfrage daher, diesmal zum Thema Sesshaftigkeit, wiederum vom Jänner 2026 von Integral (n=1.000). Überraschend viele 70% meinen, den Großteil ihres Lebens in ihrem aktuellen Zuhause zu bleiben, bei den über 50jährigen klarerweise sogar 83%. In der Miete sind es 46%, im Eigentum 80%.
Das Thema Mehrgenerationenwohnen können sich 58% vorstellen. 18% finden es sehr attraktiv. >> zur Presseaussendung „Zuhause auf Dauer – Mehrheit will dem Wohnsitz treu bleiben“ >> zur Presseaussendung „Wohnen im Wandel: Gemeinsam statt einsam“ - Auch einen Klassiker der Kommunikation von Immobilienpreisen packt Immoscout in neues Gewand: Aus Angebotspreisen von Mietwohnungen mit 70 m² in Wien/Umgebung wird eine Mietmap entlang der Bahnachsen gebastelt. Sieht hübsch aus, bringt kaum Information.
>> zur Presseaussendung „Pendeln für weniger Miete: 1.000 Euro Preisunterschied möglich“ - Neo-Plattformkonkurrent Immounited hat sich inhaltlich mit dem Thema Kleingärten in Wien auseinandergesetzt: Jährlich werden rund 150 Kleingärten verkauft, die Quadratmeterpreise lagen in den letzten 5 Jahren bei 896 Euro. Handwerklich gut gemacht ist auch die Analyse der Unterschiede nach Gemeindebezirken, wobei ich persönlich den 14. Bezirk darin stark vermisse. Schade, sonst hätte es von mir im Zeugnis diesmal eine glatte Eins für die Analyse gegeben.
>> Presseaussendung: „Beet schlägt Balkon: Der Run auf Wiens Kleingärten“ - Kollege Ernst Kovacs von KE Wohnimmobilien GmbH hat seine alljährliche Renditeanalyse veröffentlicht, auf Basis von Bauträgerdaten der Immoservice Austria sowie Willhaben-Mietpreisen. Demnach erhöhten sich österreichweit die Mieten 2026 um 4,1%, in Wien um 10,5%, Verkaufspreise um 1,6%. Die Werte werden auch bezirksweise aufgeführt und daraus Bruttoanfangsrenditen errechnet, die etwa für Wien zwischen 1,3% (1. Bezirk) und 3,7% liegen würden (22.Bezirk). Die höchste Rendite wäre mit 4,3% im Bezirk Bruck-Mürzzuschlag erzielbar.
>> zum Blogbeitrag „Wohnimmobilien-Renditen steigen wieder leicht an“ inkl pdf-Download >> sowie zum Ranking im Blogbeitrag „Rendite schlägt Prestige: Wo Wohnimmobilien 2026 die besten Erträge bringen“ - Auch der Kollege Gregor Pfeiffer vom Immokalkulator stellt eine neue Analyse zum Neubaugeschehen am Wiener Wohnungsmarkt für die Jahre 2026-2028 online. Wohl aufgrund der selbstgestrickten Erhebungsmethode geht er für heuer von nur 5.692 fertiggestellten Wohnungen aus (vgl. WK Wien auf Basis Exploreal: 12.450 aktuell publizierte bzw. 9.397 prognostizierte Wohnungen). Beim abgeschätzten Bedarf in der Höhe von 10.000-11.000 Einheiten pro Jahr stimmen wir aber fast überein, wie auch immer er ermittelt wurde, wir sagen sogar gleichlautend mit IIBW 12.000 Einheiten. Die weiteren Zahlen bringen nichts wirklich Neues und sind teilweise leider schon sehr zu hinterfragen.
>> zum Blog-Beitrag „Neue Entwicklungen auf dem Wiener Wohnungsmarkt 2026-2028“ - derStandard hat sich in einem abermals lesenswerten Artikel von Martin Putschögl im Juni unter Anderem dem Thema Leerstandszahlen gewidmet. In Wien könnten laut Schätzungen 75.000 bis 106.000 Wohnungen leer stehen, die letzte Leerstandserhebung im Jahr 2015 ergab 10.000 längerfristig leerstehende Wohnungen.
>> „Wie viel steht leer in Wien? Niemand weiß das so genau“ - Dank einer Studie des „Research Institute Economics of Inequality (INEQ)“ der WU Wien sowie der Cambridge University zur Auswirkung der Einführung des Bestellerprinzips im Juni 2023 wissen wir nun, dass die Mieten in Wien deshalb um 5% gestiegen wären. Die Anzahl der Mietinserate sank deutlich.
>> zur APA-Meldung im Standard „Studie zum Bestellerprinzip offenbart negative Effekte“ >> zu den INEQ Research Notes 08/2026 „Das Bestellerprinzip am Wiener Mietmarkt: Kurzfristige Effekte auf Mieten, Angebot und Marktstruktur“
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