Im April fanden die Jahresrückblicke mit Zahlen aus 2025 wohl ihren vorläufigen Abschluss, nur seitens Statistik Austria werden die Immobiliendurchschnittspreise für 2025 erst Ende Mai publiziert. - Die eben erwähnte Statistik Austria hat die Baubewilligungszahlen nun auch für das letzte Quartal 2025 publiziert. Und der gesamten Zeitreihe eine Revision verpasst. Für die Aufschätzung der letzten Jahre wurden dafür neue Schätzfaktoren implementiert. So kam es nun zu einer Erhöhung der Zahlen für das Jahr 2024 und einer Reduktion für 2025. Damit kommt man nun doch österreichweit zu einem Minus bei den bewilligten Wohnungen von -3,7%. Im Geschoßwohnungsbau beträgt das Minus sogar -12,5%. In Wien sind es nach der Revision für 2024 nun weniger Baubewilligungen als gedacht, damit geht sich für 2025 ein Plus von mageren 1,2% im Geschoßwohnungsbau aus. Bewilligungen für An-, Auf- und Umbauten sind in Wien dafür um satte 25% gestiegen.
>> Presseaussendung „Bewilligungen für Neubauwohnungen 2025 auf historischem Tiefstand“ - Die WKO hat Ende April gemeinsam mit der GBV den diesjährigen Neubaubericht von Exploreal präsentiert. Die endgültige Zahl der Fertigstellungen für 2025 ist mit österreichweit 24.530 Wohneinheiten nun doch nochmal geringer ausgefallen als erwartet, dafür wird für 2026 sowie 2027 mit rund 27.000 Wohneinheiten nun eine leicht gestiegene Prognose abgegeben.
Auf die Frage nach dem durchschnittlichen Quadratmeterpreis von Neubauwohnungen wurden 6.240 Euro für Österreich, und rund 7.000 Euro für Wien genannt, sowie auf den Immobilienpreisspiegel verwiesen. Dort liegt der Neubaupreis freilich bei nur 3.602,97 Euro, ein eklatanter Unterschied... Das viel wesentlichere Problem vieler Bauträger, dass die für eine Finanzierung erforderliche Vorverwertungsquote mangels Vertrauens nicht erreicht werden kann, wurde in der PK gut angesprochen. Laut Obmann Roman Oberndorfer fehlen 20.000 Wohnungen in Österreich pro Jahr, die zu bauen sind. Der Bericht selbst war zu Redaktionsschluss noch nicht publiziert, hier finden sich etwas versteckt >> die Presseunterlagen samt Präsentation mit den aktuellen Zahlen - Die Bundesländertour von WK und Exploreal zeigte Daten zu Wohnbauprojekten in Salzburg; etwa, dass in den Fertigstellungsjahren von 2024 bis 2026 gesamt rund 3.800 Wohneinheiten zu 63% von gewerblichen Wohnbauträgern errichtet wurden. 2026 wird mit 1.870 Einheiten ein Plus gegenüber dem Vorjahr erwartet. Nach einer negativen Preisentwicklung 2024 (-4,4 Prozent) kam es im Jahr 2025 wieder zu einem leichten Preisanstieg beim Wohneigentum in Salzburg im Neubaubereich um plus 2,9 Prozent auf 6.802 Euro pro Quadratmeter.
In Tirol wurden im gleichen Zeitraum 5.300 Wohneinheiten, zu 45% von den Gewerblichen, errichtet, 2026 nur 1.900 Wohneinheiten (-12%). Im Mittel liegen die Neubaupreise aktuell bei 7.468 €/m² (-3,0%). In Niederösterreich waren es 12.100 Wohneinheiten, zu 49% von Gewerblichen. Nach dem Tiefpunkt 2025 mit nur 2.800 Einheiten, werden heuer 3.750 neue Wohnungen erwartet. Die m2-Preise liegen im Mittel aktuell bei 5.412 Euro (+7,1%). >> zur Pressemitteilung der WK Salzburg „Aktuelles Hoch aber unsichere Zukunft“ inkl. Downloadmöglichkeit >> zur Pressemitteilung der WK Tirol „In Zukunft wird es mehr Impulse brauchen“ inkl. Downloadmöglichkeit >> zur Pressemitteilung der WK NÖ „Wild und Rädler fordern Reformen zur Stabilisierung des Wohnungsmarktes“ inkl. Downloadmöglichkeit - Der leider nicht publizierte Marktreport „Auswirkungen der Einführung des Bestellerprinzips – Zweites Halbjahr 2025“ der WKO in Kooperation mit zt datenforum zeigt leider ohne konkrete Zahlen angeblich, dass die Nettomieten gesunken wären, während die Bruttokosten gestiegen sind.
>> zum Artikel in der OIZ - Seitens GBV wurde anlässlich der Präsentation des Neubauberichts wie auch schon in der Vorwoche bei der eigenen Baubilanz betont, dass mit rund 42% Marktanteil (eine leichte Diskrepanz gegenüber den seitens WKO publizierten 39%) und rund 11.900 im letzten Jahr fertiggestellten Wohneinheiten ein historischer Tiefstand erreicht ist (-13% gegenüber 2024). Nächstes Jahr wird mit 11.000-12.000 Wohnungen gerechnet, danach mehr. In Wien wurden 2025 um sieben Prozent weniger gemeinnützige Wohneinheiten fertiggestellt als 2024 (3.580 bzw. 3.860). Trotzdem wird mit Zuversicht und Mut in die Zukunft geschaut, die Talsohle wäre erreicht. Rund 45.600 gebrauchte Wohneinheiten wurden im Vorjahr wiedervermietet.
>> zur Pressemitteilung - EHL bietet im Update Q1 2026 zum Wiener Wohnungsmarkt aktualisierte (erhöhte) Quadratmeterpreise für Miete und Eigentum nach Bezirken und strapaziert weiter die Verknappung.
>> zum Marktupdate Der Büromarktbericht Wien zum Frühjahr 2026 zeigt eine Leerstandsquote von nur 3,8% und liegt damit überraschend doch deutlich unter dem Wert von 4,4% des Vienna Research Forum. Bei den (gestiegenen) Spitzenmieten stimmt man mit 29,50 €/m² mit Colliers praktisch überein. >> zum Büromarktbericht - Colliers bringt im „Research Büro Q1 2026“ für Wien neben den Zahlen des Vienna Research Forums zu Vermietungsleistung und Leerstandsrate (somit 4,4%) auch eine spannende Betrachtung der Entwicklung der Marktmieten im Vergleich zu indexierten Bestandsmieten: Liegen erstere aktuell bei 29 Euro, ist dazu ein seit 10 Jahren indexierter Vertrag aus dem Jahr 2015 aufgrund der Inflation mit 36,30 Euro um 25% teurer. Ein Einsparungspotential bei der Verhandlung von auslaufenden Mietverträgen oder durch Standortwechsel.
>> zum Büromarkbericht - Otto Immobilien zieht zeitgleich mit EHL mit einem Marktupdate Wohnen nach und bietet neben den Bezirkswerten zudem Durchschnittspreise für den Wiener Wohnungsmarkt: Der Erstbezug liegt im Schnitt bei 7.300 €/m², gebrauchte Wohnungen bei 4.540 €/m², die durchschnittliche Nettomiete bei 16,40 €/m². Die Fertigstellungszahlen wurde wie schon bei EHL von WKO/Exploreal übernommen, leider auch mit der fantastisch hohen Prognose für nach 2027. Interessant die Aussage zum Transaktionsgeschehen im Q1: Hier wird aufgrund der Verbücherungen ein deutliches Plus von +20% bei der Anzahl und +25% beim Volumen gegenüber dem Vorjahreszeitraum gesehen.
>> Marktbericht frei zugänglich über Immomedien - Remax zieht nach der Bilanz über den Gesamtmarkt im März nun mit dem Eigentumswohnungsmarkt nach: Die bereits bekannten 41.000 im Jahr 2025 gekauften Wohnungen sind im Preis moderat um +3,1% auf 266.583 Euro gestiegen. Ein Bestandsquadratmeter kostete 2025 im Österreichdurchschnitt 3.612 Euro, ein Neubauquadratmeter dagegen 5.375 Euro.
Am Einfamilienhausmarkt liegen die Verbücherungen 2025 sogar um 7% über dem Zehnjahresschnitt, die Preise wären um +2,0% gestiegen. >> zum Blog-Beitrag vom 1.4.2026 mit umfassenden Zahlendownload „Eigentumswohnungsmarkt 2025 auf Basis aller (!) Eintragungen im amtlichen Grundbuch“ >> zum ebengleich aufgebauten Blog-Beitrag vom 22.4.2026 „Einfamilienhauskäufe weiter spürbar im Aufschwung, Preise moderat im Plus!“ - CBRE hat zu Investment, Wiener Büromarkt, Retail und Logistik Marktberichte publiziert. Zu viel und zu speziell, um im Einzelnen darauf einzugehen.
>> zur Übersicht der Marktberichte - Von s Real wird in einer Presseaussendung eine Umfrage von TQS zum Suchverhalten präsentiert. Demnach suchen 66% über Portale und Homepages von Maklerunternehmen, wobei nur 24% Suchagenten anlegen.
>> zur OTS-Aussendung - Immscout präsentiert die obligatorische monatliche Umfrage, diesmal eh nicht unspannend zum Thema Eigentumserwerb: 28% haben ihr Eigenheim geerbt und 8% geschenkt bekommen, 35% haben ein Immobilienerbe in Aussicht.
>> zur Presseaussendung „Mehr als die Hälfte ist geerbt, geschenkt oder mitfinanziert“ Die Datenanalysten haben Angebotsmieten für das Q1 2026 ausgewertet: Wien liegt demnach bei den Bruttomieten nun bei bereits 22,40€/m² (+10%), Österreich bei 16,10€/m² (+8% im Jahresvergleich). Es überrascht, dass auch das Angebot um +9% gestiegen wäre, die Nachfrage (vermutlich die Anfragen über die Plattform) stagniert. >> zur Presseaussendung „Mehr Angebot, aber zu höheren Preisen“ - Auch Datenkollege Gregor Pfeiffer hat mit seinem Immokalkulator und einem Regressionsmodell aktuelle Preise für Wien gerechnet, differenziert nach Altbau laut MRG, „Altbau“ bis 2019 und Neubau sowie innere und äußere Bezirke. So kommt er etwa im Altbau in inneren Bezirken auf einen durchschnittlichen Kaufpreis von 5.984 €/m², bei Bauträgerprojekten in äußeren Bezirken auf 6.512 €/m² tatsächlich erzielte Kaufpreise. Etwas spekulativ wird es, wenn für das erste Quartal 2026 ein Zuwachs bei der Anzahl an Transaktionen gegenüber dem Vorjahresvergleichsquartal um satte +60% prognostiziert wird.
>> zum etwas sehr ausführlichen Blog-Beitrag „Der Wiener Wohnungsmarkt 2026: Preise & Trends (Q1)“ - Im aktuellen GEWINN-Magazin finden sich wiederum die praktischen alljährlich publizierten Grundstückspreise auf 12 kleingedruckten Seiten pro Gemeinde mit einer Bandbreite in €/m² sowie einer Trendangabe. Die Methode, eine Mischung aus Preisangaben von Gemeinden (mit rund einem Viertel Rückmeldungen!), Kaufpreisdaten aus dem Grundbuch, Maklerangaben und statistischen Berechnungen der DSS in Zusammenarbeit mit der TU Wien, beeindruckt immer wieder aufs Neue. Gesamtfazit: Es gibt nur noch geringe Preisanstiege.
- Das BMWET (Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus) hat den klimaaktiv Gebäudereport 2025 publiziert. Letztes Jahr wurde mit 363 Zertifizierungen (von gesamt 2.163 zertifizierten Gebäuden über alle Jahre, davon 1.912 Neubauten) ein neuer Rekordwert erreicht. Wien, Tirol, Niederösterreich sind die führenden Bundesländer (67 % aller Gebäude).
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