Im Jänner ging es erwartungsgemäß weiter mit Jahresausblicken und -rückblicken. Erste Büromarkt-Berichte von Makler-Häusern für Wien liegen vor (mit teils widersprüchlichen Zahlen): - ÖNB meint zur Preisentwicklung 2025 unter anderem in ORF Interviews, dass die Preise für Eigentumswohnungen und Einfamilienhäuser nominell um 2,1 % gestiegen sind. Inflationsbereinigt sind sie damit bei einer Inflationsrate von 3,8 % ein weiteres Mal real gesunken. In Wien sind die Preise stärker, nämlich um 2,9% gestiegen; Preise für neue Wohnungen im Bereich der Inflation.
>> zur anschaulichen Presseinformation vom 29. Jänner - Die Statistik Austria hat ihre Baumaßnahmenstatistik aktualisiert. Die Baubewilligungen im Q3/2025 bleiben mit rund 13.300 Wohneinheiten auf dem Niveau des Vorjahres. Spannend: Es wurden um über 40% mehr Wohneinheiten in Ein- und Zweifamilienhäusern bewilligt, im Geschoßwohnungsbau sind die Zahlen auf einen historischen Tiefstand von nur rund 5.500 Einheiten um weitere -16% zurückgegangen.
>> Baubewilligungen Statistik Austria - Remax verkündet in seinem schon traditionellen Neujahrsauftakt wenig überraschend eine Verfestigung des moderaten Aufschwungs am Wohn-Immobilienmarkt 2026. Der eigene „RREFIX - Remax Real Estate Future Index“ (Befragung von 650 Remax-Experten) sieht 2026 +3,9% mehr Nachfrage, +2,8% mehr Angebot und +3,4% höhere Preise. So manch ein Suchkunde sieht ein Wunschdenken des Maklernetzwerkes. Remax geht auch bei der Miete selbst in zentralen Lagen von einem kaum höheren Preisanstieg von +4% aus. Besser kaufen als mieten also. Aufgrund der aktuellen Marktsituation wäre dafür noch ein guter Zeitpunkt.
Zu vermeintlich harten Fakten aus der Vergangenheit: Laut Hochrechnung wurden 2025 um 16% mehr Immobilien verbüchert als im Vorjahr. Das wären immer noch -27,5% gegenüber dem Rekordjahr 2021. >> zur sehr ausführlichen „Studie Immobilienmarkt 2026“ - Remax berichtet auch vom Büromarkt: In Wien erreichte die Neuflächenproduktion 2025 mit 135.000 m² einen Höchstwert, allein 26.000 m² entfielen auf das Projekt Vienna Twentytwo. Für 2026 wird mit einem Wert im langjährigen Schnitt von 65.000 bis 75.000 m² gerechnet.
>> zur ebenfalls sehr ausführlichen Presseinformation - Otto Immobilien sieht hingegen in seiner aktuellen 50. Ausgabe vom Büro-Marktbericht ein Fertigstellungsvolumen 2025 von nur 73.400 m². Für 2026 wird mit 90.850 m² ein Anstieg erwartet. Vienna TwentyTwo wird nämlich erst 2026 fertig. Am Markt wurden rund 200.000 m² Büroflächen vermietet, der Leerstand liege bei einem Höchststand von 4,6%.
>> zum Büro-Marktbericht >> zur Presseaussendung „Starke Vermietungsleistung, Angebot an hochwertigen Flächen bleibt Engpass“ - EHL sieht am Wiener Büromarkt wieder 132.000 m² Neuflächenproduktion 2025 (inkl Vienna TwentyTwo) und einen Einbruch auf 66.000 m² im Jahr 2026, obwohl die Büros in Vienna TwentyTwo von EHL erst mit Bezugsdatum Q1/2026 gemakelt werden. Am Markt wurde 2025 ein Rekordvolumen von 230.000 m² neu vermietet, die Leerstandsrate liege bei zuletzt leicht gestiegenen 3,8%.
>> zum Blog-Beitrag „Wiener Büromarkt zeigte sich 2025 überraschend widerstandsfähig“ - Das Vienna Research Forum, als Zusammenschluss mehrerer Makler, berichtet in seinem Büro-Report zum Q4/2025 über einen Leerstand von 4,6%. An Fertigstellungen wurden rund 100.000 m² gemeldet (etwa so viel wie 2024), die Vermietungen lagen bei rund 201.000 m² (+39% gegenüber 2024).
>> zur Pressemitteilung „Büromarkt Wien - Vermietungsleistung verliert an Schwung“ - Der Hotelimmobilienmarkt in Wien boomt laut einem Marktbericht von Christie
>> Christie: Hoteltransaktionsmarkt Österreich 2025 - Der Blog-Beitrag zum Wiener Wohnungsmarkt von EHL thematisiert die geringen Fertigstellungszahlen: Im Jahr 2025 erstmals seit fast 10 Jahren unter 10.000 Wohneinheiten, davon nur rund 2.100 freifinanzierte Mietwohnungen und 2.900 geförderte. Mietsteigerungen hätte es in Stadterweiterungsgebieten (+6,7%) sowie in zentralen und sehr guten Wohnlagen gegeben (+9,4%), wobei unklar bleibt, wie das gemessen wurde. EHL rechnet 2026 weiter mit einem deutlichen Preisanstieg bei Mieten um 7 bis 8,5%, die Kaufpreise würden um 3% steigen. Die Neubauleistung wird 2026 voraussichtlich weiter um mehr als zehn Prozent auf rund 8.630 Wohnungen zurückgehen.
>> zum Blog-Beitrag „Wiener Wohnungsmarkt: Rückblick 2025 & Ausblick 2026“ - Exploreal geht in seinem Quartalsupdate zum Wohnungsneubau für 2025 von österreichweit 26.800 fertiggestellten WE aus, das ist ein Minus von satten 25% gegenüber dem Vorjahr. Für heuer wird mit einem ähnlichen Niveau gerechnet, 2027 nun mit einem weiteren Rückgang auf 24.500 Wohneinheiten.
Die Preise sind in den letzten 3 Jahren im Eigentum um 4,4% pro Jahr gestiegen, bei der freifinanzierten Miete um satte +12%. - CBRE sieht hingegen in ihrem „Ausblick Immobilienwirtschaft“ einen „leichten Anstieg der Fertigstellungen“. Für Wien wird mit einer Spitzenmiete auf neuem Rekordniveau in Höhe von 20,30 Euro pro Quadratmeter gerechnet.
>> LinkedIn CBRE Real Estate News - Willhaben verzeichnet für Wien erstmals seit Jahren über 20.000 Wohnungen zum Kauf im Angebot in Wien.
>> zu den "willhaben Immobilien-Trends" - Knapp vor unserem Redaktionsschluss schießt willhaben noch zum bereits letztes Jahr breit diskutierten Thema Mietpreisentwicklung nach, mit einem durchaus realistischen Blick: Die Angebotsmieten wären von 2024 auf 2025 deutlich gestiegen. Für 46 Bezirke werden die Durchschnittspreise (Nettomieten?) für 2024 sowie 2025 abgebildet. Unter den Top-Bezirken durchwegs Wiener Gemeindebezike mit max +20% im 20.Bezirk, wohl auch hier wiederum aufgrund der deutlich verbesserten (Neubau-)Objekte (zb Dresdner Straße). Aber auch Tirol, wo willhaben traditionell wenig vertreten ist. Am unteren Ende durchwegs periphere Bezirke. Macht schon Sinn.
>> zum willhaben-Mietpreisspiegel: Angebotspreise haben auch 2025 spürbar zugelegt - Immoscout bringt für Österreich erstmalig Ergebnisse einer Datenanalyse von Sprengnetter. Basierend auf ihrem AVM-Bewertungsmodell würden Häuser und Wohnungen in Schigebieten um bis zu 59% mehr kosten als 2020: In 17 Regionen von Kitzbühel (neues Haus um 1,35 Mio €) bis Semmering (375k €). Der Quadratmeterpreis für eine neue Wohnung läge demnach zwischen 9.250 €/m² (Kitzbühel) und 2.650 €/m² (Semmering).
>> zur Presseaussendung „Preissprung bei Immobilien in Österreichs Skigebieten“ - Das neueste Immoscout24-Ergebnis aus einer Umfrage von November 2025 zum Thema Ausmisten: 87 Prozent der Frauen sortieren gelegentlich Kleidung aus, 8 Prozent aller Befragten misten nie aus.
>> zur Immoscout-Aussendung - Laut Immounited liegt die Anzahl an Verbücherungen 2025 mit 115.000 um 15% über dem Vorjahr (nun wieder im Bereich des langjährigen Durchschnitts).
>> zur Presse-Information „Kräftiger Aufschwung am Immobilienmarkt: Transaktionsvolumina der Wohnimmobilien übertreffen Niveau des Vorjahres deutlich“ - Raiffeisen sieht für die Preisentwicklung für Wien einen Preisanstieg 2025 um (nur) nominell 0,9 Prozent, für 2026 wird ein Anstieg von 2,5% prognostiziert (im Dezember lag die Prognose für Österreich bei +3%)
>> DiePresse: „Raiffeisen sieht 2026 deutlichen Anstieg der Immobilienpreise in Österreich“ >> Presseaussendung „Wiener Immobilienmarkt: Nachfrage steigt trotz herausforderndem Umfeld“
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