Newsletter 01/2026
Neues von immoanalysen.at |
Auch wir haben einen Jahresrückblick gemacht und einen Ausblick auf 2026 gewagt. Auch wir meinen, die Preise werden heuer moderat im Bereich der Inflation steigen. Unsere Zahlen zur Anzahl der Wohnungen im Angebot wurden unter anderem vom ÖVI in seiner Jahrespressekonferenz übernommen |
| >> hier zu unserem Jahresrückblick |
Mit 1.1.2026 ist nun tatsächlich das Mieten-Wertsicherungsgesetz MieWeG in Kraft getreten. Wir haben in einem immolex-Beitrag die wirtschaftlichen Auswirkungen beleuchtet und die komplexe Parallelrechnung erklärt. |
| >> hier zum immolex-Artikel |
immoanalyse des monats
"2026 werden die Preise moderat steigen. Das MieWeG trägt in kontraproduktiver Weise dazu bei, dass die Mieten bei Neuvermietung weiter deutlich steigen werden."aktuelle Marktdaten – mehr Zahlen von Anderen |
Im Dezember wurden wir noch reich mit vielen Zahlen zum Immobilienmarkt beschenkt, es war die Zeit der Jahresrück- und ausblicke. Den Anfang macht jedoch die Österreichische Nationalbank unter Anderem mit ihrem „Immobilien-Dashboard“, das mitten in der Adventzeit online gegangen ist:
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Neue Produkte und Funktionen |
ZT Datenforum hat ganz knapp vor Weihnachten noch den bereits für Oktober angekündigten „Standortbefund“ released. Wir hatten noch keine Gelegenheit hineinzuschauen, aber es dürfte sich um ein ähnliches Tool handeln, wie es etwa Lageprofi (Immoservice Austria) oder abgespeckt auch Immounited anbieten. Nach dem Aus von checkmyplace war hier durchaus eine Lücke entstanden. Der neue Standortbefund von ZT Datenforum stellt auf 30 Seiten Standort- und Marktdaten in Word oder pdf zusammen, nach eigenen Angabe aus 28 verschiedenen Quellen: zur Makrolage vor allem von der Statistik Austria, zur Mikrolage die üblichen öffentlichen Informationen wie Kataster, Widmung, Lärm, Altlasten, HORA-Daten sowie Infrastruktureinrichtungen (Bildung, Gesundheit, Nahversorgung) mit einer Erreichbarkeit binnen 10 Minuten zu Fuß oder 5 Minuten mit dem Auto. Das Erstellen der Standortbefunde ist je nach Produktpaket monatlich limitiert.
Das hat uns dann doch alle überrascht: Angesichts der drohenden Abweisung hat Immoscout den Antrag zum Zusammenschluss mit Immounited vor der Bundeswettbewerbsbehörde BWB zurückgezogen. Das Verfahren vor dem Kartellgericht ist damit beendet; für die offenbar weiterhin beabsichtigte Fusion heißt es zurück an den Start. Ausgang der neuen Verhandlungen ungewiss. Ist die Luft raus, geht der Übernahmepreis runter oder braucht es nur noch mehr Zeit um sinnvolle Maßnahmen zur Marktöffnung auszuarbeiten? Dem Vernehmen nach hat man [privat..Inhalt nur für newsletter-Empfänger..]. Die BWB weist erneut auf die Möglichkeit für sogenannte Pränotifikationsgespräche hin, bei denen vor der Anmeldung eines Zusammenschlusses Unterlagen übermittelt werden können, um den Prozess effizienter zu gestalten. Diese gab es im konkreten Fall nicht. >> zur Mitteilung der BWB „Sprengnetter (Scout 24-Gruppe) zieht Übernahme zurück“ Der Immoflash hatte mit einem „Sonderflash“ am 12.12. als Erstes auf die bereits am 2.12. erfolgte Rücknahme vor der BWB reagiert. >> hier die Mitteilung im Wortlaut laut Immoflash
Immoscout bietet nun eine Kartensuche an. Ein Feature, das mittlerweile bei rund ¾ der weltweiten Immobilienportale Standard ist (im Jahr 2021 waren es nur 55%). In Österreich bleibt freilich die weiterhin geringe Anzahl von exakt verorteten Inseraten ein Problem. Im immoanalysen-check sind in der Tesregion im Eigentumsbereich nur rund 10% der Inserate und im Mietbereich immerhin rund die Hälfte über die Scout-Karte zu finden. Willhaben hatte sein Karten-Feature 2016 gestartet und vor rund 3 Jahren wieder offline genommen, nachdem die Zugriffszahlen sehr gering blieben. >> zur Presseaussendung von Immoscout
Für weltweites Aufsehen in der Community sorgte aber ein Interview: Immoscout kooperiert offenkundig mit OpenAI(!!) - in unseren Breiten bislang wenig bekannt,[privat..Inhalt nur für newsletter-Empfänger..]. >> zum Interview auf der Homepage von OpenAI >> zur KI-Suche von Immoscout (Deutschland) >> zur Presseaussendung von Immoscout (wir hatten in unserem November-Newsletter berichtet)
Generell bewegt das Thema KI weiter das Milliarden-Business der Immobilienplattformen weltweit. Für Aufregung hat zuletzt niemand geringerer als Google gesorgt: Testweise sind in den USA Immobilieninserate direkt in Google zugänglich. Die Sorge bei den Plattformbetreiber vor einem möglichen Markteintritt von diesem Giganten wächst, die Aktienkurse fallen. |